Nachdem wir am Donnerstag schliesslich den
Reisebericht von der Reise mit unseren Eltern fertig geschrieben
hatten, genossen wir am Abend eine ausgezeichnete
Freilichtaufführung von Shakespeares "As you like
it". Die Vorstellung war gratis, und man konnte beim
zuschauen das mitgebrachte Picknick verzehren und gemütlich
im Liegestuhl oder auf einer Decke sitzen. Die Vorführung
gefiel uns wirklich sehr gut und wir amüsierten uns
prächtig, zumal die Schauspieler sehr überzeugend
waren, und die Umsetzung des Stücks auch sehr gelungen
war.
Nachdem wir am Freitag alle neuen Dateien aufs
Netz geladen hatten, fuhren wir nach Maraetai Beach. Dort wohnen
nämlich Lisa und Alex Meyer, die wir ganz am Anfang unseres
Aufenthaltes bei Dave und Yvonne kennengelernt hatten. Ihr Vater
Erwin, ein ausgewanderter Schwabe, lud uns ein, zwei Tage bei
ihnen zu bleiben. Als wir in Maraetai Beach ankamen, lieferten
sich Lisa und Erwin gerade ein spannendes Autorennen mit der
Playstation 2. Natürlich mussten wir sie dann auch
herausfordern, aber wir merkten bald, dass uns die Übung
fehlte gegen die zwei Profis. Gegen Abend kam dann Alex heim, und
gemeinsam gingen wir an den Strand. Das Wasser war recht
angenehm, aber der Boden ziemlich steinig und voller scharfer
Muscheln, so dass sich Nicole gleich zwei kleine Schnitte an den
Zehen zuzog. Meyers leihten sich von Freunden noch ein Meer-Kayak
aus, und so konnten wir alle einmal ein bisschen damit herum
paddeln. Alex paddelte bis zu einer Boje, von wo er einige
Muscheln zurück brachte. Mehr oder weniger mitten im Meer
übergab er uns dann das Kayak. Das Aufsteigen so ganz ohne
Steg war gar nicht so einfach. Vor allem auch, weil wir aufpassen
mussten, dass die Muscheln nicht ins Meer fielen. Aber
schliesslich gelang es doch und wir genossen das Herumpaddeln auf
dem Meer. Wieder zu Hause kochte Erwin als erstes die Muscheln.
Ausser Nicole (und natürlich Erwin) getraute sich jedoch
niemand davon zu probieren. Nicole fand sie eigentlich noch recht
gut, aber sehr anschaulich waren die Muscheln ja nicht. Nach dem
Nachtessen zeigten uns Meyers den Omana Regional Park, den Dave
und Yvonne jahrelang gemanagt hatten. Dieser Park ist
wunderschön, direkt am Meer gelegen. Auf einer kleinen
Erhebung gibt es sogar einen kleinen Aussichtspunkt von dem man
die Skyline von Auckland sieht. Im Park gibt es auch einige
Tiere, einen Spielplatz, einen Campingplatz und unzählige
Spazierwege. Nach dem Besuch im Park gönnten wir uns noch
eine feine "Tip-Top"-Glacé, bevor wir dann
wieder zu Meyers zurückfuhren. Am Abend spielten wir mit
Lisa das Malefiz-Spiel, das Nicole gewann, bevor wir uns wieder
einmal in ein richtig bequemes Bett kuscheln konnten.
Am anderen Morgen waren Lisa und Alex bereits
wieder am Playstation spielen als wir aufstanden. Allzu lange
konnten wir dann aber nicht spielen, da wir alle zusammen in den
Auckland Zoo gehen wollten. Es war ein recht heisser Tag, und die
Tiere waren irgendwie alle ein bisschen träge. Auch für
uns war es recht warm, so dass wir uns dann einen kühlen Ort
suchten, um unser mitgebrachtes Picknick zu verzehren. Der Zoo
gefiel uns recht gut, und die Tiere haben sehr schöne
Gehege. Wir entdeckten sogar ein Schweizer Exponat: Eine Geiss
aus dem Saanenland… Am Abend gingen wir nach dem Essen
nochmals an den Strand. Diesmal gingen wir zu einer
Schiffsanlegestelle, von der die ortsansässigen Jugendlichen
anscheinend gern ins Wasser springen. Also sprangen und badeten
auch wir eine Weile und fuhren dann wieder zurück zu Meyers.
Dort spielten Erwin, Lisa und Nicole nochmals das Malefiz-Spiel,
während sich Alex und Didi via Game-Controller aufs Dach
gaben. Nicole ging danach ins Bett um noch etwas zu lesen,
während Didi gegen Alex weiter ihr Baller-Game auf der
Playstation spielte. Didi hatte jedoch kein Brot gegen Alex, der
einfach mehr Übung hatte.
Am Sonntag mussten wir uns schliesslich
verabschieden, weil wir Fabian vom Flughafen abholen wollten. In
der Empfangshalle waren unglaublich viele Leute, aber man konnte
dank eines riesigen Bildschirmes sehen, wer gerade ankam. So
machten wir es uns also auf zwei freien Plätzen der
Tribüne davor gemütlich und schauten auf den
Bildschirm, wo gleichzeitig noch eine Übertragung der
Softball-Weltmeisterschaft in Christchurch lief. Soviele
Passagiere quellten aus dem Tor heraus, dass wir Fabi fast
verpasst hätten. Nicole sah nämlich plötzlich,
dass Fabi schon an uns vorbei war und sich nach uns umsah. Es war
super, Fabi endlich bei uns zu haben. Wir führten ihn gleich
in das Leben in Neuseeland ein und fuhren gleich mal zum
Warehouse, wo wir uns noch einige Dinge für's Campieren
besorgen mussten. Mit einem kleinen Umweg über den One Tree
Hill, so dass Fabi gleich mal die Aussicht auf Auckland geniessen
konnte, fuhren wir nach Downtown Auckland, wo wir im Kiwi
International Queen St Hostel ein Zimmer gebucht hatten. Obwohl
wir persönlich dort vorbei gegangen waren, um ein Zimmer zu
buchen, war unser gebuchtes Zimmer nicht auffindbar. Schliesslich
konnten wir aber dann ein geräumiges Zimmer mit
Kühlschrank, Fernseher und Bad beziehen. Es war richtig
edel. Als wir uns etwas ausgeruht hatten, machten wir uns auf
einen Spaziergang zum Skytower. Die Aussicht war einmal mehr
ausgezeichnet. Diesmal bezahlten wir noch je 3$ mehr und konnten
so auf eine noch höhere Aussichtsplattform hinauffahren. Wir
hätten es nicht gedacht, aber von dort sah man
tatsächlich ein bisschen weiter, zum Beispiel in einige der
grasbewachsenen Krater von Aucklands erloschenen Vulkanen. Dann
verspürten wir etwas Hunger und wir gingen zum mongolischen
Grill, bei dem wir schon einmal waren. Es war wiederum
ausgezeichnet. Der Wirt konnte sich sogar noch an uns erinnern,
und wir mussten unsere Getränke nicht bezahlen.