Die Übersetzungen stammen von Diogenes von Sinope und von Dorkon aus Deutschland. Wir stellen nur den Webspace dafür zur Verfügung. Leider fehlen die Lektionen L26, L43 und L59.
CAVEAT: Die Übersetzungen sind nicht immer ganz lupenrein – Vorsicht: Litotes-Alarm :o) –, aber ihr sollt ja schliesslich auch selber noch ein bisschen denken!
Bitte schaut euch auch kurz die Vokabelkartenmaschine an.
Der Philosoph Thales, einer der sieben Weisen, spricht über den Kosmos ungefähr folgendermaßen.
Der Kosmos hat eine Seele, wie auch die Menschen eine Seele haben. Die Seele des Kosmos aber ist Gott.
Anaximander aber sagt, dass es viele Welten im Unbegrenzten und viele Himmel gebe. Anaximander hält die Himmel aber für Götter.
Chrysippos, Apollodoros und Poseidonios sagen, dass der Kosmos ein Lebewesen sei und eine Seele habe. Alle Lebewesen haben nämlich Seelen, auch die Pflanzen.
Die Argumentation der Stoiker aber ist:
Das Lebewesen ist stärker als das Nicht-Lebewesen; nichts aber ist stärker als der Kosmos; folglich ist der Kosmos ein Lebewesen.
Die Seelen der Menschen kommen aus der Seele des Kosmos. Aber auch die Gestirne, die Sonne und der Mond haben Seelen.
Viele Philosophen, am meisten aber die Stoiker, sagen, dass die einen der Werte Tugenden seien, die anderen nicht.
Sie glauben, dass also Besonnenheit und Gerechtigkeit, Tapferkeit, seelische Größe, Kraft und seelische Stärke Tugenden seien, dass aber Freude und Fröhlichkeit und ähnliche Werte keine Tugenden seien;
Sie sagen, dass die einen der Tugenden Wissenschaften und praktische Fähigkeiten seien, die anderen aber nicht. Besonnenheit also, Gerechtigkeit und Tapferkeit sind, nach der Meinung der Stoiker, Wissenschaften und praktische Fähigkeiten, seelische Größe aber und Kraft sind weder Wissenschaften noch praktische Fähigkeiten.
Der König Antigonos grüßt den Philosophen Zenon.
Ich glaube dir an Glück und Ruhm überlegen zu sein, aber unterlegen an Verstand, Bildung und an vollkommenem Glück, welches du hast.
Deshalb schreibe ich dir, dass du zu mir kommen sollst; ich hoffe nämlich, dass du nicht widersprichst. Jetzt nämlich erziehst du nur wenige, in Makedonien aber viele Leute.
Komm zu uns; erziehe und führe den König zur Tugend hin! Und so machst du das Volk bereit für die Tapferkeit.
Der Weise wird weder gezwungen, noch zwingt er irgendeinen, er wird weder abgehalten, noch hält er ab, er wird weder von irgendeinem genötigt, noch nötigt er selbst, weder gebietet er, noch wird ihm von irgendeinem geboten. Die Weisen tun nämlich weder Böses, noch geraten sie in Böses hinein, sie werden weder geschädigt, noch schaden sie irgendeinem.
Und nur unter den Weisen entsteht Freundschaft, dass aber unter Schlechten Freundschaft entsteht, ist unmöglich. Das Gute aber ist den Weisen gemeinsam, den Schlechten aber das Böse.
Ich aber verkehre mit Göttern, und ich verkehre mit guten Menschen. Kein gutes Werk aber, weder ein göttliches noch ein menschliches entsteht ohne mich. Ich werde aber geschätzt, sowohl bei Göttern, als auch bei Menschen als gute Helferin bei den in Frieden stattfindenden Strapazen, als zuverlässige Bundesgenossin bei den im Krieg stattfindenden Arbeiten und als beste Gefährtin in der Freundschaft.
Und die jungen Leute freuen sich über das Lob der Älteren, die Älteren aber sind stolz auf die Wertschätzungen der jüngeren Leute. Wegen mir aber sind sie den Göttern lieb, bei den Freunden geliebt und beim Volk geehrt. Nach dem Ende des Lebens aber liegen sie nicht als Ehrlose in Vergessenheit da, sondern sie werden in der Erinnerung bis in alle Ewigkeit gepriesen.
Weder trieb irgendeiner eine Herde auf eine Weide, noch ging er selbst nach draußen, sondern die einen spannen Flachs, die anderen dachten sich Vogelnetze aus.
Die anderen Bauern und Ziegenhirten freuten sich, dass sie eine kurze Zeit lang von Mühen befreit wurden; Chloe und Daphnis aber erinnerten sich, wie sie sich küssten, wie sie sich umarmten und wie sie zusammen die Nahrung hintrugen. Sie verbrachten trübe Nächte und erwarteten den Frühling wie eine Wiedergeburt aus dem Tode. Kummer aber bereitete entweder der Ranzen, aus dem sie gemeinsam aßen, oder der Melkeimer, aus dem sie gemeinsam tranken. Sie beteten also zu den Nymphen, sie von dem Bösen zu erlösen und irgendwann einmal die Sonne zu zeigen.
Zuerst also tat die Volksmenge andere Dinge. Einige aber unterhielten sich mit der Volksmenge, die einen mit nur wenigen, die anderen mit vielen Worten. Und den einen hörten sie lange Zeit zu, über die anderen entrüsteten sie sich und ließen sie nicht einmal einen Mucks sagen.
Nachdem aber Ruhe eingekehrt war, führten sie auch mich vor. Und irgendeiner sagte:
"Dieser Mensch da erntet für sich schon viele Jahre lang staatliches Land ab; er hat nämlich Häuser, Weinstöcke und viele andere Güter. Ich erfahre aber, dass es zwei Anführer seien.
Sie teilten beinahe das ganze in den Bergen befindliche Land unter sich auf. Ich glaube nämlich, dass sich diese Menschen da nicht einmal von den Strandgütern fernhalten. Woher nämlich verschafften sie sich so viele Felder, ja sogar ganze Dörfer? Und vielleicht werft ihr einen Blick auf den minderwertigen Fellumhang. Es geschieht aber um des Betruges Willen, wie mir scheint."
Als er aber mit der Rede aufhörte, war die Volksmenge zornig; ich aber war ratlos, da sie mir irgendetwas Schlimmes antun wollten.
Was aber ist der Lobreden würdiger als die glänzendsten Siege und die berühmtesten Werke? Agesilaos nämlich verehrte das Göttliche so sehr, dass sogar die Feinde seine Eide für vertrauenswürdiger hielten als die Freundschaften mit den eigenen Leuten. Er schätzte aber nicht die Begabtesten unter den Freuden, sondern die Bereitwilligsten am meisten. Er freute sich aber, die Gerechten reicher zu machen; er wollte nämlich, dass die Gerechtigkeit nützlicher sei als die Ungerechtigkeit.
Und zu den Freunden war er äußerst milde, zu den Feinden aber äußerst furchtbar. Er verachtete die Eingebildeten, war aber demütiger als die Maßvollen.
S: Wir wollen uns überlegen, was für ein Wächter erforderlich ist und was die Aufgabe der Wächter ist. Es ist nötig, dass die Wächter zu den Bekannten freundlich sind, zu den Feinden aber unangenehm. Auf andere Weise gibt es keinen guten Wächter.
G: Wir können also die Hunde mit den Wächtern vergleichen; denn die edlen unter den Hunden sind zu den Bekannten äußerst freundlich, zu den Unbekannten aber das Gegenteil.
S: Durchaus. Und dem Wächter ist es nicht erlaubt betrunken zu sein, so dass er nicht weiß, wo auf der Erde er ist.
G: Es wäre lächerlich, wenn der Wächter einen Wächter bräuchte.
Gott ist den besonnenen Menschen eine Norm, den unbesonnenen ist die Lust [eine Norm].
Die Erlebnisse sind mir Lehren.
Wenn du glaubst unsterblich zu sein und ein unsterbliches Heer zu befehligen, lohnt es sich nicht, dass ich dir meine Meinung darlege;
Wenn du aber erkannt hast, dass du auch ein Mensch bist und andere derartige befehligst, lerne zuerst jenes, dass es einen Kreislauf des menschlichen Schicksals gibt, der nicht zulässt, dass immer die gleichen Glück haben.
Ich habe also eine andere Meinung über die vorliegende Sache als die ersten unter den Persern.
Kümmere dich mehr um Bildung als um Besitztümer, denn die Bildung schafft Besitztümer herbei.
Kyros war äußerst königlich und äußerst würdig zum Herrschen, wie von allen zugegeben wird. Zum ersten Mal nämlich wurde er, als er ein Kind war und als er mit dem Bruder und mit den anderen Kindern erzogen wurde, für den Stärksten von allen in Allem gehalten. Alle Kinder der besten Perser werden nämlich im Königspalast erzogen; dort lernen sie viel Besonnenheit. Die Kinder sehen aber, dass einige vom König geschätzt werden und hören, dass andere auch verachtet werden, so dass sie von Jugend an lernen zu herrschen und beherrscht zu werden.
Dort schien Kyros allen äußerst pferdefreundlich zu sein. Da es sich aber für sein Alter gehörte, war er auch äußerst jagdbegeistert und in Bezug auf die wilden Tiere gefahren- liebend. Und die Bärin, die einmal auf ihn zustürzte, fürchtete er nicht, sondern tötete sie.
Er war demjenigen, der als Erster half, sehr dankbar.
Mit dir nämlich ist jeder Weg gangbar, jeder Fluss überquerbar und kein Mangel an Nahrungsmitteln;
Ohne dich aber führt der ganze Weg durch Finsternis; denn nichts wissen wir über denselben; jeder Fluss ist undurchquerbar, jede Menschenmenge ist Furcht einflößend, am furchtbarsten aber ist die Einsamkeit; sie ist nämlich voll von vielen Mängeln.
Glück ist eine großzügige Sache, aber unzuverlässig.
Die Königsherrschaft ist eine berühmte Sklaverei.
Poseidonios, ein Stoiker, sagt, indem er in den Forschungen neben anderem viele Bräuche und Sitten aufschreibt:
Die Kelten servieren ihre Speisen, nachdem sie Gras darunter geworfen haben, auf hölzernen Tischen, die ein weinig von der Erde erhöht sind. Die Nahrung besteht aus wenig Brot, aber aus vielen Fleischbrocken. Sie führen aber diese zum Munde wie die Löwen, indem sie mit beiden Händen ganze Fleischbrocken hochheben und abbeißen, schwer abzubeißende [Stücke] mit kleinen Messer abschneiden.
Sie sitzen im Kreis, in der Mitte der Stärkste, der sich von den anderen entweder durch die im Krieg bewiesene Tapferkeit oder Reichtum auszeichnet.
S: Scheint es dir nur im Hinblick auf die Tugend so zu sein, oder auch im Hinblick auf die Gesundheit, die Stärke und die anderen Dinge? Scheint dir die Gesundheit des Mannes eine andere zu sein, als die der Frau, oder ist es dasselbe, sei es beim Mann oder bei der Frau?
M: Mir scheint zumindest die Gesundheit des Mannes wie auch der Frau dieselbe zu sein.
S: In welcher Hinsicht unterscheidet sich die Tugend, sei es beim Kind, bei den Älteren, bei der Frau oder beim Mann?
M: Mit zumindest scheint, Sokrates, dieses irgendwie nicht mehr das Gleiche zu sein wie die anderen.
S: Was aber? Hast du nicht gesagt, dass es die Tugend der Männer sei, einen Staat gut zu verwalten, die der Frau aber, ein Haus [zu verwalten]?
M: Ich zumindest schon.
S: Ist es also Männern oder Frauen möglich, einen Staat, ein Haus oder irgendetwas anderes gut zu verwalten, wenn nicht besonnen und gerecht?
M: Nicht wirklich.
S: Wenn sie gerecht und besonnen verwalten, werden sie mit Gerechtigkeit und Besonnenheit walten, nicht wahr?
M: Notwendigerweise.
S: Sie benötigen also beide dasselbe, wenn sie wirklich gut sein wollen, sowohl die Frau als auch der Mann, nämlich Gerechtigkeit und Besonnenheit.
M: So scheint es.
S: Alle Menschen sind also auch dieselbe Weise gut.
Denn sowohl der Großhändler als auch der Kleinhändler wissen weder selbst über die Waren, was brauchbar oder was unbrauchbar für den Körper ist, noch die Käufer, sie [Händler] loben aber alles, während sie es verkaufen.
Auf diese Weise loben aber auch diejenigen, welche die Kenntnisse herumführen und verkaufen, für den jeweiligen Interessenten alles, was sie verkaufen, sie wissen aber nicht, was brauchbar und was unbrauchbar für die Seele ist; ebenso aber auch die Käufer. Wenn du also glaubst zu wissen, was brauchbar oder unbrauchbar ist, ist es für dich ohne Risiko, Kenntnisse zu kaufen, sowohl von Protagoras als auch von einem anderen. Prüfe also, ob du mit Protagoras zusammen sein musst oder nicht.
S: Und weil ich den Hippokrates auf die Probe stellen wollte, betrachtete ich ihn und fragte ihn: "Du hast jetzt vor zu Protagoras zu gehen, um jenem Geld zu bezahlen - weswegen?"
H: Protagoras macht gewaltig im Reden, indem er lehrt die Redekunst gut zu gebrauchen.
P: Du fragst gut, Sokrates, und ich freue mich denjenigen, die gut fragen, zu antworten. Die anderen Philosophen schaden den jungen Leuten, indem sie Arithmetik, Astronomie, Geometrie und Musik lehren. Bei mir aber erwirbt Hippokrates die Wohlberatenheit über die privaten und öffentlichen Dinge.
S: Ich verstehe. Du scheinst mir die Politik zu meinen und zu versuchen die Männer zu guten Bürgern zu machen.
P: Eben dieses also ist das Angebot, welches ich verbreite.
Dorkon ersann aber eine List, wie es sich für einen Hirten gehört. Er hatte nämlich beobachtet, dass bald Daphnis bald das Mädchen die Herden zur Tränke führten. Das Fell des großen Wolfes, den ein Stier einmal getötet hatte, als er für die Kühe kämpfte, spannte er sich um seinen Körper, und nachdem er sich verwildert hatte so gut er konnte, versteckte er sich bei der Quelle, aus der die Ziegen und das Kleinvieh tranken. Dorkon beobachtete also die Stunde des Trankes.
Wenig Zeit verstrich und Chloe führte die Herden zur Quelle herab. Und die Hunde bellten und stürzten auf Dorkon wie auf einen Wolf; und sie bissen in das Fell, bevor er imstande war aufzuspringen. Weil er die Entlarvung fürchtete und unter dem Fell geschützt war, lag er also eine Zeit lang schweigend im Gebüsch. Als aber Chloe Daphnis zur Hilfe rief, und sie Dorkon fassten, während die Hunde das Fell vom Körper wegzerrten, begann er laut zu jammern und flehte das Mädchen und Daphnis an zu helfen. Sie riefen die Hunde zurück und besänftigten sie schnell, Dorkon aber wuschen sie in der Quelle ab. Weil sie das Überwerfen des Fells für einen Hirtenscherz hielten, schickten sie ihn weg, nachdem sie ihn getröstet hatten.
Als Diogenes sah, dass ein Mann mit vielen Freunden aus dem Stadion ging, und dass er auch nicht auf der Erde ging, sondern von der Menschenmenge getragen wurde, und dass die einen ihm folgten und zuriefen, die anderen aber vor Freude sprangen und die Hände in den Himmel hoben, und dass wiederum andere Kränze auf den Mann warfen, fragte er, was das für ein Lärm sei und was geschehen sei. Der aber sagte: "Wir haben einen Sieg errungen, Diogenes, im Wettlauf der Männer." "Was ist das schon?" sagte er, "Denn du bist nicht klüger geworden, auch nicht ein wenig, dadurch dass du deine Konkurrenten überholt hast, und du bist jetzt nicht besonnener als früher."
Obwohl der Gedankenlose irgendetwas entgegen genommen hat und selbst weggelegt hat, sucht er dieses und kann es nicht finden. Und nachdem er zugeschaut hat, bleibt er im Theater allein schlafend zurück.
Und indem er kleine Kinder zwingt zu ringen und zu laufen, erschöpft er sie völlig.
Und wenn er auf dem Feld den kleinen Kindern einen Linsenbrei kocht, macht er ihn ungenießbar, indem er zweimal Salz in den Topf hineinwirft.
Die Hündin des Nachbarn beißt den Umherirrenden, nachdem er viele Mahlzeiten eingenommen hat und nachts vom Örtchen weggegangen ist.
Der Feigling sagt, wenn er ins Feld zieht, dass es schwierig sei zu wissen, welche von beiden die Feinde sind. Und als er das Geschrei hört und sieht, dass irgendwelche fallen, sagt er zu den Anwesenden, dass er den Dolch in der Eile vergessen habe, und läuft zum Zelt; und nachdem er den Sklaven hinausgeschickt hat und ihn aufgefordert hat sich danach umzuschauen, wo die Feinde seien und nachdem er den Dolch unter dem Kopfkissen verborgen hat, verbringt er lange Zeit, als ob er im Zelt danach suchte.
Als Sokrates mit seinen Freunden redete, sagte ein gewisser Apollodoros, der anwesend war und ihn stark bewunderte: "Aber ich für meinen Teil bin sehr verärgert über dieses, Sokrates, dass ich sehe, wie du auf ungerechte Weise stirbst."
Während er freundlich seinen Kopf streichelte, fragte er ihn: "Willst du lieber sehen, dass ich gerecht oder ungerecht sterbe?" Und zugleich lachte er ruhig.
Es war aber in dem Heer irgendein Xenophon aus Athen, der, obwohl er weder Heerführer noch Offizier noch Soldat war, folgte, Proxenos hatte ihn aber von zu Hause kommen lassen, da er ein ehemaliger Gastfreund war. Er versprach ihm aber, ihn dem Kyros zum Freund zu machen, den er selbst für wichtiger hielt als das Vaterland.
Xenophon beriet sich freilich mit Sokrates aus Athen über den Marsch. Und Sokrates riet ihm, den Gott aus Delphi über den Marsch zu befragen.
Xenophon fragte Apollon, welchem der Götter er opfern und zu welchem Gott er beten solle, damit er den Weg, den er beabsichtigt, am besten geht, und nach gutem Gelingen bewahrt wird. Und Apollon nannte ihm die Götter, denen er opfern musste.
Als er wiederkam, sagte er Sokrates die Weissagung. Nachdem er zugehört hatte, beschuldigte er ihn, dass er dieses nicht zuerst gefragt hat, ob es für ihn besser sei zu reisen oder zu bleiben, sondern selbst entschieden hat zu reisen. "Nachdem du freilich so gefragt hast", sagte er, "musst du alles tun, was der Gott befohlen hat."
Dionysios segelte gegen Thurioi, als er noch ein junger Mann war, und er führte 400 Schiffe gegen sie, die mit Hopliten gefüllt waren. Da der Nordwind aber entgegen wehte, zerschmettere er die Schiffe und vernichtete seine Seemacht.
Infolgedessen also opferten die Bewohner von Thurioi dem Nordwind, und beschlossen, dass der Wind ein Bürger sei, und sie überließen ihm ein Haus und ein Stück Land, und sie feierten jährlich ein Fest für ihn.
Ähnlich hielten die Athener den Nordwind für einen Beschützer und einen Wohltäter, und die Bewohner von Megalopolis nannten ihn einen Wohltäter.
Die Männer aber, die die Dreißig geschickt hatten, gingen weg, nachdem sie die Häuser aufgeteilt hatten. Und sie trafen mich an, als ich Gäste bewirtete, nach deren Hinauswurf sie mich Peison übergaben. Und nachdem die anderen in die Werkstatt gekommen waren, schrieben sie die Sklaven auf.
Ich aber fragte Peison, ob er mich retten wolle, wenn er Geld bekäme.
Der aber sagte, wenn es viel sei.
Ich sagte also, dass ich bereit sei, ein Talent Silber zu zahlen; er aber stimmte zu.
Also wusste ich, dass er weder an Götter noch an Menschen glaubt. Dennoch schien es mir äußerst notwendig zu sein, ein Versprechen von ihm zu bekommen.
Da er aber versprach, mich zu retten, wenn er das Talent bekäme, und nachdem ich in das Zimmer gegangen war, öffnete ich die Truhe.
Nachdem Peison es bemerkt hatte, kam er hinein, und als er den Inhalt sah, rief er zwei von den Sklaven und befahl, die in der Truhe befindlichen Dinge zu nehmen. Es waren aber drei Talente und viele andere Dinge.
Ich aber bat ihn, mir Geld für die Reise zurückzulassen. Er sagte aber: "Sei zufrieden, wenn du deinen Körper rettest."
Nachdem Kreon den im Einzelkampf mit seinem Bruder gefallenen Polyneikes unbestattet hinausgeworfen hatte, machte er bekannt ihn nicht zu bestatten, nachdem er demjenigen, der ihn bestattet, den Tod angedroht hatte. Diesen versuchte die Schwester Antigone zu bestatten. Und folglich warf sie, verborgen vor den Wächtern, Staub auf ihn. Diesen drohte Kreon mit der Todesstrafe, wenn sie den, der dies getan hatte, nicht ausfindig machen würden. Nachdem diese den Staub weggenommen hatten, hielten sie trotzdem Wache.
Nachdem Antigone hinzugekommen war und den Leichnam nackt vorgefunden hatte, verriet sie sich selbst, indem sie in Wehklagen ausbrach. Nachdem die Wächter diese ertappt hatten, übergaben sie sie Kreon. Dieser verurteilte sie zum Tod und warf sie lebendig ins Grab.
Daraufhin tötete sich Aimon, sein Sohn, der diese heiraten wollte, selbst, weil er sich ärgerte. Nachdem Eurydike, die Frau des Kreon, dieses gehört hatte, tötete sie sich selbst. Und am Ende beweinte Kreon den Tod des Sohnes und der Frau.
Nachdem seine Mutter gestorben war, wurde Asklepios, als er noch ein Kind war, von Apollon zu Cheiron dem Kentauren gebracht, von dem er in der Heilkunst unterrichtet wurde.
Nachdem er Arzt geworden war und die Heilkunst reichlich ausgeübt hatte, verhinderte er nicht nur, dass irgendwelche Leute sterben, sondern er weckte sogar die Toten wieder auf.
Da Zeus aber nicht wollte, dass die Menschen vom Tod befreit werden, erschlug er ihn mit einem Blitz. Nachdem Apollon sich deswegen geärgert hatte, tötete er die Zyklopen, die dem Zeus den Donnerkeil geschmiedet hatten.
Zeus aber wollte den Apollon in den Tartaros werfen.
Da Leto ihn [darum]gebeten hatte, befahl er, dass er ein Jahr lang einem sterblichen Menschen dienen solle. Als er aber nach Pherai zu Admetos gekommen war, hütete er ihm als Sklave die Schafe.
Nachdem Apollon aber dem Admetos ein Freund geworden war, bat er die Schicksalsgöttinnen, dass er vom Tod befreit würde, falls irgendeiner freiwillig für ihn sterben wollte.
Als aber der Tag des Sterbens gekommen war, und da weder der Vater noch die Mutter für ihn sterben wollten, starb Alkestis, seine Gattin, für ihn. Aber sie wurde von Persephone wieder weggeschickt.
Nachdem ein Wolf gesehen hatte, dass die Hirten im Zelt ein Schaf aßen, sagte er: "Wie groß wäre der Lärm, wenn ich dies täte."
Ein Bewohner von Kyme verkaufte Honig. Nachdem irgendeiner gekommen war, gekostet hatte und gesagt hatte, dass er völlig gut sei, sagte er: "Wenn nicht eine Maus hineingefallen wäre, würde ich ihn nicht verkaufen."
Als irgendeiner die in Samothrake befindlichen Weihgeschenke bewunderte, sagte er: "Es wären viele mehr, wenn auch die, welche nicht gerettet worden sind, weihen würden."
Als die Freunde ihn tadelten, weil er schlecht über irgendeinen Arzt redete, obwohl er keine Erfahrung mit ihm hatte und auch nicht irgendein Unrecht erfahren hatte, sagte Pausanias: "Falls ich eine Erfahrung mit ihm gehabt hätte, würde ich nicht mehr leben."
S: Unser Bedürfnis wird den Staat machen.
A: Wie denn nicht?
S: Aber gewiss ist das erste und größte der Bedürfnisse die Bereitstellung der Nahrung.
A: Ganz und gar.
S: Das zweite also das des Hauses, das dritte aber das der Kleidung und derartiger Dinge.
A: So ist es.
S: Nun denn, wie wird die Stadt zu einer so großen Bereitstellung genügen?
Wird sie nicht vieler Bürger bedürfen? Der Bauer nämlich wird den Pflug nicht für sich selber machen und auch nicht die anderen derartigen Werkzeuge, wiederum auch nicht der Bauarbeiter; oder nicht?
A: So scheint es.
S: Baumeister also und Schmiede und viele andere Handwerker werden eine kleine, dicht gedrängte Stadt machen.
A: Durchaus.
S: Aber gewiss ist es beinahe unmöglich, die Stadt an einem derartigen Ort zu gründen, wo sie keiner Importe bedürfen wird.
A: Es ist unmöglich.
S: Sie wird also darüber hinaus auch anderer Menschen bedürfen, die von anderswoher für sie das besorgen wird, was sie braucht.
A: Sie wird es nötig haben.
S: Wir werden also auch Großhändler brauchen, die jedes Einzelne Ding importieren und exportieren.
A: Völlig richtig.
S: Wir wollen also überprüfen, auf welche Weise die so Versorgten ihr Leben verbringen werden. Nicht wahr, sie werden Getreide, Wein und Gewänder machen. Und sie werden sich Häuser bauen und sie werden sich ernähren, indem sie aus Getreide Mehl machen. Sie werden es sich gut gehen lassen, während sie Wein trinken und die Götter preisen, und so werden sie ihr Leben verbringen in Frieden mit Gesundheit.
Von Natur aus ist das Unrecht leiden schändlicher, vom Gesetz her aber das Unrecht tun. Dieses ist nämlich auch nicht das Schicksal eines Mannes, das Unrecht leiden, sondern das irgendeines Sklaven, für den es besser ist tot zu sein, als zu leben, der, wenn er Unrecht erleidet, nicht imstande ist, sich selbst zu helfen und auch nicht irgendeinem anderen.
Ich glaube aber, dass die meisten, wobei sie die Stärkeren der Menschen und die, die mächtig sind mehr zu besitzen, einschüchtern, sagen, dass das Mehr-haben-wollen schändlich und ungerecht sei, und dass dieses das Unrecht tun sei, das Streben danach, mehr zu haben als die anderen. Ich glaube, die Natur selbst zeigt es , dass es gerecht ist, dass der Bessere mehr hat als der Untüchtigere und der Fähigere mehr als der Unfähigere. Dies zeigt sich an vielen Stellen, dass es sich so verhält, sowohl bei den anderen Lebewesen, als auch bei den Menschen, dass das Gerechte so definiert ist: dass die Stärkeren über die Schwächeren herrschen und sie übervorteilen. Mir scheint auch Pindar das was ich sage zu beweisen in dem Lied, in welchem er sagt, dass Herakles die Rinder für sich wegtrieb, obwohl er sie weder gekauft hatte, noch Geryon sie ihm geschenkt hatte, da dies das von Natur aus gerechte sei, dass sowohl die Rinder, als auch alle anderen Besitztümer des Besseren und Überlegenen die der Schwächeren und Unterlegenen sind.
Aber ich habe mein ganzes Leben hindurch niemals irgendeinem irgendetwas gegen das Gerechte zugestanden, weder einem anderen noch irgendeinem von diesen, von denen die, die mich verleumden, sagen, dass sie meine Schüler seien.
Ich aber war niemals Lehrer von irgendeinem; wenn aber irgendeiner begehrte zu hören, wie ich spreche und meine Dinge verrichte, sei es ein Jüngerer oder ein Älterer, habe ich es niemals irgendeinem vorenthalten, und auch unterhalte ich mich nicht [nur dann], wenn ich Geld bekomme, wenn ich aber keines bekomme, dann nicht, sondern auf gleiche Weise biete ich sowohl den Reichen, als auch den Armen an, mich zu fragen. Und ich bin nicht für die verantwortlich, von denen ich keinem jemals irgendeine Lehre versprochen oder gelehrt habe.
Und als er auf dem Weg hinausging, fragte ihn einer, nachdem er herbeigelaufen und vor ihm auf die Knie gefallen war: "Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges Leben erbe?"
Jesus aber sagte zu ihm: "Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer einer, Gott.
Du kennst die Gebote: Du sollst nicht morden; Du sollst nicht die Ehe brechen; Du sollst nicht stehlen; Du sollst kein falsches Zeugnis geben; Du sollst nicht rauben; Ehre deinen Vater und deine Mutter."
Er aber sagte ihm: "Lehrer, alle diese Dinge habe ich bewahrt von Jugend an."
Als Jesus ihn aber ansah, gewann er ihn lieb und sagte ihm: "Eines fehlt dir: geh nach Hause, verkaufe alles, was du hast und gib es den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und hierher folge mir nach."
Als er wegen diesem Wort traurig wurde, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Besitztümer.
Wir wollen uns beeilen, wir wollen laufen, gottähnliche Abbilder des Wortes; wir wollen uns beeilen, wir wollen laufen, wir wollen sein Joch auf uns nehmen, wir wollen uns bekleiden mit Unvergänglichkeit, wir wollen Christus als guten Wagenlenker lieb gewinnen. Wir wollen also ehrgeizig werden hinsichtlich der guten Dinge, und wir wollen die größten Dinge der Güter, Gott und das Leben, erwerben. Ein Helfer aber ist das Wort. Wir wollen ihm vertrauen und niemals überkomme uns eine so große Sehnsucht nach Silber, Gold und Ruhm, wie nach seinem Wort der Wahrheit.
Seid also nicht besorgt, indem ihr sagt: "Was sollen wir essen oder was sollen wir trinken oder was sollen wir anziehen." Alles dieses nämlich suchen die Heiden; euer himmlischer Vater weiß nämlich, dass ihr alle diese Dinge braucht.
Nun aber sind es viele Glieder, aber ein Leib. Nicht aber kann das Auge zu der Hand sagen: "Ich habe keinen Nutzen von dir", oder wiederum der Kopf zu den Füßen: "Wir haben keinen Nutzen von euch." Aber um wie viel mehr sind die Glieder des Leibes notwendig, die kraftloser zu sein scheinen. Gott mischte den Leib zusammen, damit nicht eine Spaltung in dem Leib ist, sondern die Glieder in gleicher Weise für einander sorgen. Und sei es, dass ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; sei es, dass ein Glied gerühmt wird, freuen sich alle Glieder mit.
2.1 Ich bin den Schwachen ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne.
2.2 Das Schwache der Welt hat Gott sich erwählt, damit er das Starke beschämt.
2.3 Christus starb noch zum rechten Zeitpunkt für Gottlose, da wir schwach waren.
Wir aber verkünden Christus als Gekreuzigten, für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, für Juden wie auch für Griechen, Christus als Kraft Gottes und als Weisheit Gottes; weil die Torheit Gottes weiser als die Menschen ist, und die Schwachheit Gottes stärker als die Menschen.
Nachdem es aber Tag geworden war, marschierte Kyros geradewegs nach Sardeis. Als er bei der sardeischen Mauer war, ließ er die Kriegsmaschinen und die Leitern bereitmachen, um sie an die Mauer anzulegen. Des Nachts aber ließ er Chaldäer und Perser dort hinaufgehen, wo die sardeischen Mauern am steilsten zu sein schienen. Es führte sie ein Perser, der ein Sklave der Wächter in der Burg war und einen Abstieg in den Fluss und einen Aufstieg auf sie [die Burg] gut kannte.
Als dieses klar wurde, dass die Burg gehalten wurde, flohen alle Lyder von den Mauern weg, wohin in die Stadt jeder imstande war. Kyros aber zog bei Tagesanbruch in die Stadt hinein und gab den Befehl, dass sich keiner aus der Ordnung bewege.
Die Philosophie ist nämlich gewiss etwas Reizendes, Sokrates, falls sich irgendeiner im Jugendalter maßvoll mit ihr befasst. Wenn er sich aber mehr als nötig mit ihr befasst, ist sie das Verderben der Menschen. Wenn er nämlich auch völlig begabt ist und im hohen Alter philosophiert, ist es nötig, dass er unerfahren in allen politischen Dingen wird.
Immer wenn er also an irgendeine eigene oder politische Tätigkeit herangeht, macht er sich lächerlich, wie ich zumindest glaube, die Politiker, immer wenn sie wieder an eure Beschäftigungen und Reden herangehen, lächerlich sind. Es ereignet sich nämlich die Aussage das Euripides: Glänzend ist jeder Einzelne in diesem, wo er selbst gerade der Beste ist. Überall dort, wo er schlecht ist, von dort flieht er und lästert diesem.
Aber ich glaube, dass es das Richtige ist an beidem Anteil zu haben. Es ist gut an der Philosophie Anteil zu haben um der Bildung willen, und nicht schändlich für den jungen Mann zu philosophieren.
Immer wenn aber ein schon älterer Mensch noch philosophiert, wird die Sache lächerlich, Sokrates. Wenn ich bei einem jungen Mann eine Philosophie sehe, bewundere ich ihn und glaube, dass ein solcher Mensch frei ist, der, der aber nicht philosophiert, unfrei. Wenn ich aber sehe, wie ein Älterer noch philosophiert, schein mir dieser Mann Schläge zu bedürfen. Es ist nämlich nötig, dass dieser Mensch, auch wenn er völlig begabt ist, unmännlich wird, weil er die Volksversammlungen flieht.
S: Sagst du, dass es dasselbe sei, Angenehmes und Gutes, oder, dass es irgendetwas von den angenehmen Dingen gibt, das nicht gut ist?
K: Ich sage, dass es dasselbe ist.
S: Es sind nicht dieselben Dinge, Freund, die guten wie die angenehmen und auch nicht die schlechten wie die unangenehmen. - Es ist also so, wie es scheint, dass von den Lüsten die einen gute, die anderen aber schlechte sind, nicht wahr?
K: Ja.
S: Sind also die nützlichen Lüste gut, die schändlichen schlecht?
K: Ganz und gar.
S: Sind aber zumindest die nützlich, die irgendetwas Gutes bewirken, diejenigen, die irgendetwas Schlechtes bewirken schlecht.
K: Das sage ich.
S: Muss man also die brauchbaren Lüste wählen, die unbrauchbaren aber nicht?
K: Das ist wahr.
S: Um der guten Dinge willen ist es nämlich nötig, sowohl die anderen Dinge, als auch die angenehmen Dinge zu tun, aber nicht gute Dinge um der angenehmen willen.
Angefangen mit der Freigebigkeit hat also Kyros, sie besteht aber auch heute noch unter den Königen. Wer hat nämlich sichtbar reichere Freunde, als der persische König? Wer aber schmückt offenbar schöner die Leute, die um ihn sind, mit Gewändern als der König? Wessen Geschenke aber werden mehr anerkannt als die des Königs, Armbänder, Halsketten und Pferde mit goldenen Zügeln? Es ist nämlich nicht möglich diese Dinge dort zu besitzen, wem auch immer der König sie nicht schenkt.
Wir haben aber genau begriffen, dass man sowohl die so genannten Augen des Königs, als auch die Ohren des Königs nicht anders erwirbt, als durch Schenken und mit Ehrungen. So brachte er viele Menschen dazu zu hören und das auszuspionieren, von dem sie glaubten, dass es dem König nütze, wenn sie es meldeten. Und sie fürchteten überall die für den König unnützen Dinge zu sagen, als ob er selbst zuhörte, und zu tun, was nicht nützlich ist, als ob er selbst anwesend wäre.
Nachdem der König der Perser Epameinondas dreißigtausend Dareiken geschickt hatte, tadelte dieser Diomedon, den der König geschickt hatte, auf bittere Weise, ob er eine so große Schifffahrt gefahren sei, um Epameinondas zu bestechen. Er befahl ihm, zu dem König zu sagen, dass er Epameinondas umsonst zum Freund haben wird, wenn er die für die Thebaner nützlichen Dinge ersinne, wenn er aber die nicht nützlichen Dinge ersinne, zum Feind.
Als Philipp, der Vater des Alexander, irgendeine starke Festung einnehmen wollte, fragte er, weil die Spione gemeldet hatten, dass es ganz und gar schwierig sei, und sie uneinnehmbar sei, ob es so schwierig sei, dass nicht einmal ein Esel hineinkomme, wenn er Gold mitbringe.
Nachdem der Redner Demosthenes gesprochen hatte, sagte Phokion: "Die Athener werden dich töten, wenn sie von Sinnen sind"; "Ja", sagte dieser, "mich zwar, wenn sie von Sinnen sind, dich aber, wenn sie bei Sinnen sind."
Als Phokion in gutem Ruf stand, weil er einmal seine Meinung dem Volk sagte, und sah, dass alle seine Rede auf gleiche Weise aufnahmen, sagte er, während er sich den Freunden zuwandte: "Ich sage doch wohl nicht irgendetwas Schlechtes vor mir selbst verborgen [ohne es selbst zu wissen]."
Die Lakedaimonier schickten Epikydidas zu Agesilaos. Nachdem er angekommen war, führte er aus, wie es sich verhalte und dass die Stadt ihm auftrage, der Vaterstadt möglichst schnell zu Hilfe zu eilen.
Nachdem er dies gehört hatte, ärgerte sich Agesilaos, weil er darüber nachdachte, welchen Ehrungen und Hoffnungen er beraubt sei, dennoch aber rief er die Bundesgenossen zusammen und dann machte er ihnen die über die Stadt gegebenen Befehle klar und sagte, dass es nötig sei der Vaterstadt zu helfen.
Es möge dir gut gehen und du mögest immer Derartiges schreiben.
Trinke. Durste nicht. Du mögest leben.
Mir geschehe nicht, was ich will, sondern was mir nützt.
Wenn ich doch einen schöne Leier aus Elfenbein würde und schöne Knaben mich zu einem dionysischen Tanz trügen.
Dieses Heiligtum ist den Nymphen geweiht. Möge ihnen der Ort am Herzen liegen, ja möge ihnen etwas daran liegen, dass aus Quellen nicht versiegende Wasser fließen.
S: Ich werde nämlich beurteilt werden, wie bei kleinen Kindern ein Arzt wohl verurteilt werden könnte, wenn ihn ein Koch anklagt. Betrachte nämlich, wie ein solcher Mensch, nachdem er bei diesen ergriffen worden wäre sich verteidigen könnte, wenn irgendeiner ihn anklagte, indem er sagte: "Ihr Kinder, dieser Mann da hat euch viele schlimme Dinge angetan und er verdirbt die Jüngsten von euch indem er schneidet, brennt und sehr bittere Tränke anbietet; nicht wie ich, der ich euch viele angenehme Dinge servierte."
Was glaubst du dass der Arzt, der einzeln vorgenommen wurde, in diesem Unglück sagen könnte? Oder wenn er die Wahrheit sagte: "Alle diese Dinge habe ich getan, Kinder, zur Gesundheit". Was glaubst du, wie laut solche Richter aufschreien würden; etwa nicht laut?
K: Vielleicht, es ist wenigstens nötig, dass man es glaubt.
S: Glaubst du nicht, dass er sich in einer völligen Ratlosigkeit befände, was er sagen solle?
K: Allerdings.
S: Auch ich weiß freilich, dass ich ein derartiges Leid erfahren könnte, wenn ich ins Gericht ginge.
Anfangs wohnten die Menschen zerstreut, Städte aber gab es nicht. Sie wurden also von den Tieren vernichtet, weil sie in jeder Hinsicht schwächer waren als sie und die handwerkliche Kunst ihnen eine geeignete Hilfe für die [Beschaffung der] Nahrung, für den Krieg gegen die Tiere aber dürftig war: Denn sie hatten die politische Fähigkeit noch nicht, von der ein Teil die kriegerische ist. Also versuchten sie, sich zu versammeln und sich zu retten, indem sie Städte gründeten: Jedes mal also, wenn sie sich versammelten, taten sie einander Unrecht, weil sie die politische Fähigkeit nicht hatten, so dass sie wieder vernichtet wurden, weil sie sich zerstreuten. Weil Zeus also hinsichtlich unserer Gattung fürchtete, dass sie zugrunde ginge, schickte er Hermes um die Menschen zu Achtung und Recht zu führen, damit sie Ordnungen der Städte und Fesseln der Freundschaft seien. Hermes fragte also Zeus, auf welche Weise er den Menschen die Achtung und das Recht geben solle:
" Soll ich auch diese zuteilen, wie die Künste verteilt wurden oder soll ich sie auf alle verteilen?" - "Auf alle", sagte Zeus, "und alle sollen Anteil haben, denn Städte könnten nicht entstehen, wenn nur wenige von ihnen Anteil hätten wie an den anderen Künsten. Und stelle wenigstens ein Gesetz von mir auf den, der nicht imstande ist an Achtung und Recht Anteil zu haben, zu töten wie eine Krankheit der Stadt."
Nachdem Anacharsis von irgendjemand gefragt worden war, was den Menschen feindlich sei, sagte er: "Sie sich selbst."
Der Gott also, der aus Gold und Elfenbein gemacht ist, sitzt auf einem Thron. Ein Kranz aber liegt auf seinem Kopf, der Zweige des Olivenbaums nachahmt. In der Rechten trägt er die Nike, in der Linken des Gottes aber ist ein Szepter, das mit allerlei Metallen verziert ist. Der Vogel aber, der auf dem Szepter sitzt, ist ein Adler. In das goldene Gewand sind kleine Tiere und Lilien eingearbeitet. Der Thron aber ist zwar bunt durch Gold und Steine, bunt aber sowohl durch Ebenholz als auch durch Elfenbein, und Bilder sind auf ihm eingearbeitet.
Auf jedem der beiden vorderen Füße liegen Kinder der Thebaner, die von Sphingen geraubt wurden. Auf den Leisten, die zwischen den Füßen sind, ist die Abteilung, die mit Herakles gegen die Amazonen kämpfte, aber auch Theseus ist bei den Bundesgenossen aufgestellt.
Die Schranken bieten Bilder des Panainos dar. Auf ihnen aber tragen zwei Hesperiden die Äpfel, von denen gesagt wird, dass die Bewachung ihnen überlassen wurde. Panainos war also der Bruder des Pheidias und es gibt von ihm auch ein Werk, das mit der Schlacht in Marathon gemalt ist, in der Stoa Poikile. Über den Kopf des Abbildes wurden von Pheidias Chariten und Horen gemacht. In den Epen ist gesagt, dass auch diese nämlich Töchter des Zeus sind.
Theomnestes nämlich sagte in jenem Prozess, dass ich meinen eigenen Vater getötet hätte.
Dass ich es nicht getan habe ist klar: Ich war nämlich 12 Jahre alt, als mein Vater von den 30 getötet wurde. Und es scheint mir schändlich zu sein, den, der diese Dinge über meinen Vater sagte, der sowohl für euch als auch für die Stadt so viel wert gewesen ist, nicht zu bestrafen.
Vielleicht aber wird er sagen, dass es nicht zu den verbotenen Dingen gehört, wenn irgendeiner sagt, dass er den Vater getötet habe, dass das Gesetz nämlich diese Dinge nicht untersagt, sondern nicht zulasse "Menschenmörder" zu sagen. Ich aber glaube, dass es nötig ist nicht über die Begrifflichkeiten mit jemandem zu streiten. Wer irgendwelche tötet, ist auch ein Mörder und wer der Mörder von irgendjemand ist, hat diesen auch getötet. Denn es wäre viel Arbeit für den Gesetzgeber alle Begrifflichkeiten aufzuschreiben, die dieselbe Bedeutung haben, aber wenn er über eine spricht, macht er alle klar. Lysitheos klagte dich an, Theomnestes, indem er sagte, du habest den Schild fallen lassen. Dennoch steht im Gesetz zwar nichts über das Wegwerfen geschrieben, falls aber einer behauptet, den Schild weggeworfen zu haben, befiehlt es 500 Drachmen zu bezahlen.
Und das Gesetz Solons sagt: "Der Fuß soll fünf Tage lang in die Fußfessel gebunden werden, wenn die Heliaia es zusätzlich beantragt. Diese Fußfessel ist, Theomnestes, was man heute
"in das Holz binden" nennt. Wenn also der Gefesselte die Elf anklagte, dass er nicht in die Fußfessel gebunden worden war, sondern in das Holz, könnten sie ihn nicht für dumm halten?
Habt also kein Verständnis, ihr Gerichtsmänner, für einen, der übermütig ist und gegen die Gesetze spricht und zwar im Hinblick auf einen Mann, der viele Feldzüge geführt hat, der mit euch viele Gefahren durchgestanden hat und weder in die Gewalt der Feinde geraten ist, noch euch Rechenschaft schuldete; der 67 Jahre alt wurde. Es ist es aber wert, für ihn zornig zu werden: In welch schlechteren Ruf als diesem könnte er nämlich stehen, wenn er, von den Feinden getötet, sich nachsagen lassen müsste, von den eigenen Kindern getötet worden zu sein, dessen Denkmäler der Tugend bei euren Heiligtümern aufgestellt sind.
Nachdem Protagoras so viele und derartige Dinge aufgezeigt hatte, beendete er die Rede.
Und ich blickte verzaubert noch lange Zeit zu ihm hin, als ob ich irgendetwas sagen würde, weil ich begehrte ihn zu hören. Als ich aber bemerkte, dass er tatsächlich aufhörte, sagte ich, indem ich Hippokrates anschaute: "Kind des Apollodoros, wie dankbar bin ich dir, dass du mich angeregt hast hierher zu kommen. Denn ich schätze es sehr, gehört zu haben, was ich von Protagoras gehört habe. Ich glaubte nämlich in früherer Zeit, dass es keine menschliche Bemühung gäbe, durch welche die Guten gut werden. Jetzt aber bin ich überzeugt.
S: Auch jetzt weiß ich zwar nicht von der Tugend, was sie ist, du aber freilich wusstest es vielleicht früher, bevor du mit mir in Berührung kamst; jetzt freilich bist du einem Nichtwissenden gleich. Dennoch will ich mit dir prüfen und untersuchen, was es denn eigentlich ist.
M: Und auf welche Weise willst du dieses suchen, Sokrates, von dem du überhaupt nicht weißt, was es ist? Oder wenn du es auch möglichst gut träfest, wie willst du wissen, dass es dieses ist, was du nicht wusstest?
S: Ich begreife, was du sagen willst, Menon. Siehst du, wie du eine Streitrede einführst, dass es dem Menschen als nicht möglich ist zu suchen, weder was er weiß noch was er nicht weiß? Denn weder würde er suchen, was er wenigstens weiß - er weiß es nämlich und es bedarf für einen Derartigen keiner Untersuchung - noch was er nicht weiß, denn er weiß nicht einmal was er suchen soll.
M: Dir scheint diese Rede gut gehalten worden zu sein, nicht wahr Sokrates?
S: Mir zumindest nicht.
S: Achtet ein Mann, der trainiert, auf das Lob, den Tadel und die Meinung jedes Mannes oder auf das Lob, den Tadel und die Meinung eines jenen allein, der gerade Arzt oder Trainer ist?
K: [Auf das Lob, den Tadel und die Meinung] eines jenen allein.
S: So also muss er handeln, trainieren und zumindest essen und trinken wie es dem einen gut scheint, dem Leiter und Fachmann, mehr wie es allen anderen zusammen gut scheint.
K: So ist es.
S: Nicht also, mein Bester, dürfen wir uns so sehr darum kümmern, was die Mehrzahl sagen wird, sondern was der Fachmann über das Gerechte und Ungerechte sagen wird, der eine und die Wahrheit selbst.
K: Du sprichst wahres.
S: Aber, wunderlicher, diese Argumentation, die wir behandelt haben, scheint mir wenigstens noch ähnlich zu sein wie früher: Und diese Argumentation aber prüfe erneut, ob sie für uns besteht oder nicht, dass man nicht das Leben am höchsten schätzen darf, sondern das gute Leben?
K: Ja, sie besteht.
S: Das gute, schöne und gerechte Leben aber, dass es dasselbe ist, besteht es oder besteht es nicht?
K: Es besteht.
S: Folglich muss man dieses aufgrund des übereinstimmend Festgestellten prüfen, ob es gerecht oder nicht gerecht ist, dass ich versuche, von hier zu fliehen, wenn die Athener mich nicht freilassen. Und wenn es zwar gerecht scheint, wollen wir es versuchen, wenn aber nicht, lassen wir es!
Aristodemos sagte nämlich, dass ihm Sokrates begegnet sei, gewaschen und die Sandalen umgebunden, was jener selten tat, dass er ihn gefragt habe, wohin er so schön hergerichtet gehen würde und dass der gesagt habe: "Zum Gastmahl zu Agathon. Gestern nämlich mied ich ihn bei der Siegesfeier, weil ich die Menschenmasse fürchtete. Ich habe aber zugesagt, für heute anwesend zu sein. Deswegen also habe ich mich fein gemacht, damit ich als Schöner zu einem Schönen gehen kann. "Aber du", sagte der "wie stehst du dazu uneingeladen zum Essen mitzukommen?" Er sagte: "Ich sagte, so wie auch immer du befiehlst". "Folge also", sagte er, " damit wir auch das Sprichwort zugrunde richten, indem wir es verändern dass also
auch die Guten aus eigenem Antrieb zu den Mählern bei Agathon gehen werden. Schau also, indem du mich mitbringst, wie du mich verteidigen willst, weil ich nicht zustimmen werde, uneingeladen gekommen zu sein, sondern [nur] als von dir geladener". Er sagte "Während wir zu zweit des Wegs gehen, werden wir beraten, was wir sagen werden, aber lass uns gehen."
Nachdem Andrastos und Polyneikes gegen Theben ins Feld gezogen waren und im Kampf unterlegen waren und weil die Kadmäer nicht zuließen, die Leichnahme zu bestatten, baten die Athener sie, im Glauben dass jene, wenn sie irgendetwas Unrechtes getan hätten, durch ihren Tod die größte Strafe erhalten hätten und dass die Götter der Unterwelt das Ihrige nicht bekommen würden, und dass wenn die Heiligen Gebote verletzt würden, den Göttern der Oberwelt gefrevelt würde, und nachdem sie zuerst Boten geschickt hatten, die Bestattung der Leichnahme zu gewähren, weil sie glaubten, dass es die Aufgabe guter Männer sei, die Feinde als Lebende zu bestrafen und dass es die Aufgabe sei der Männer, die kein Selbstvertrauen haben, Mut zu zeigen an den Körpern der Gefallenen: Weil sie diese nicht bekommen konnten, zogen sie gegen sie ins Feld und obwohl früher keine Streitigkeit gegen die Kadmäer vorhanden war und sie nicht einmal den Lebenden von den Argivern gefällig sein wollten, sondern weil sie forderten, dass die im Krieg gefallenen die traditionelle Behandlung bekämen, gerieten sie gegen die einen im Interesse von beiden in Gefahr, im Interesse von den einen zwar, damit sie nicht mehr gegen die Götter übermütig seien indem sie sich gegen die Toten verfehlen; im Interesse der anderen aber, damit sie nicht früher in ihr Land zurückkehren, wenn sie die traditionelle Ehre nicht erlangt hätten, des griechischen Gesetzes beraubt worden wären und die gemeinsame Hoffnung verfehlt hätten.
Nachdem sie diese Dinge bedacht hatten und weil sie die Schicksale im Krieg für etwas allen Menschen gemeinsames hielten und obwohl sie sich zwar viele Feinde erwarben, das Gerechte aber als Bundesgenossen hatten, siegten sie im Kampf.
Ein Adler und eine Füchsin beschlossen nahe beieinander zu wohnen, weil sie sich miteinander anfreunden wollten. Und folglich baute der eine ein Nest, nachdem er auf irgendeinen Baum hinauf geflogen war, die andere bekam Junge, nachdem sie in das darunter liegende Gebüsch gekrochen war. Nachdem sie irgendwann einmal zur Nahrungssuche hinausgegangen war, verschlang der Adler aus Mangel an Nahrung mit seinen Jungen ihre Brut, nachdem er sie geraubt hatte. Als die Füchsin, nachdem sie zurückgekehrt war, das Geschehene erkannte, wurde sie nicht mehr wegen dem Tod der Neugeborenen betrübt als wegen der Unfähigkeit sich zu verteidigen. Nachdem sie sich deshalb weiter weg gestellt hatte, was allein dem Schwachen und Hilflosen übrig bleibt, verfluchte sie den Feind. Es ereignete sich aber für ihn [=den Adler], dass die Strafe für den Freundschaftsfrevel bald unvermerkt kam. Als nämlich irgendwelche Leute eine Ziege auf dem Feld opferten, trug er ein brennendes Stück Eingeweide von dem Altar weg: Nachdem es in das Nest gebracht worden war, entfachte der Wind, nachdem er heftig hineingefahren war, aufgrund des dünnen und alten Reisigs eine helle Flamme. Deshalb fielen die Jungen, nachdem sie verbrannten, auf die Erde. Und nachdem die Füchsin herbeigekommen war, verschlang sie sie alle im Anblick des Adlers.
Infolgedessen aber teilte Kyros seinem Generalstab die Schätze aus, welche er aus Sardeis bekommen hatte. Und den Myriarchen gab er Auserwähltes, jedem Einzelnen gemäß seinem Verdienst, die anderen Schätze verteilte er. Und nachdem er jedem Einzelnen der Myriarchen den Anteil gegeben hatte, überließ er es ihnen auszuteilen, wie er selbst jenen ausgeteilt hatte. Die Archonten aber gaben die Schätze den Untergebenen, als letzte aber gaben die Gruppenführer sie den einfachen Soldaten. Und so hatten alle den gerechten Anteil bekommen. Nachdem sie aber das, was damals gegeben worden war, erhalten hatten, sagten irgendwelche einen über Kyros derartiges: "Sicher hat er selbst zumindest viel, da er zumindest auch jedem von uns so viel gegeben hat". Aber irgendwelche anderen von ihnen sagten: "Wie viele Schätze hat er? Der Charakter des Kyros ist nicht ein derartiger, dass er Geschäfte macht, sondern er freut sich mehr zu geben als zu nehmen."
Weil aber die Ordnung im Staat derartig war und den Wenigen viele Sklaven gehörten, erhob sich das Volk gegen die Einflussreichen. Weil aber der Aufstand stark war und weil sie lange Zeit einander feindlich gegenübersaßen, wählten sie gemeinsam Solon als Archonten und Friedensstifter und überließen ihm die Staatsgewalt. Nachdem Solon aber Herr der Staatsgeschäfte geworden war, befreite er das Volk, indem er sowohl zum gegenwärtigen Zeitpunkt als auch in Zukunft verhinderte, Geld zu leihen auf die Körper [= Schuldknechtschaft] und er bewirkte die Tilgungen der Schulden, sowohl die [Tilgung] der eigenen als auch die [Tilgung] der öffentlichen [Schulden], die sie "abschütteln" nennen, weil sie sich die Schwere abgeschüttelt hatten.
Er richtete aber eine Verfassung ein, stellte andere Gesetze auf und hörte auf, die drakonischen Gesetze zu gebrauchen, außer den Blutgesetzen. Nachdem sie aber die Gesetze auf Pfeiler geschrieben hatten, stellten sie sie in die königliche Säulenhalle und alle schworen, dass sie sie gebrauchen würden. Indem die neun Archonten auf den Stein schworen, versicherten sie ein goldenes Standbild aufzustellen, für den Fall, dass sie irgendeines von den Gesetzen übertreten würden: Woher sie auch heute noch so schwören.
Als ihm irgendetwas eingefallen war, stand Sokrates ebendort seit Tagesanbruch, wobei er überlegte; und weil es ihm nicht vorwärts ging, ließ er nicht nach, sondern stand suchend da. Und schon war es Mittag und die Menschen bemerkten es und während sie sich über ihn wunderten sagte einer zum anderen dass Sokrates seit Tagesanbruch dastünde und sich mit irgendetwas beschäftigte. Teils aber schliefen irgendwelche von den Ioniern schließlich, als es Abend war und nachdem sie gegessen hatten, in der Kühle ein - denn es war damals Sommer- teils bewachten sie ihn, ob er auch die Nacht hindurch stehen bleiben würde. Der aber stand da bis es Morgen wurde und die Sonne aufging: Dann ging er eilig weg, nachdem er die Sonne angebetet hatte.
Als aber Pyrrhus zweimal siegte, nachdem er mit den Römern zusammengestoßen war und er viele von den Freunden und Anführern verloren hatte, sagte er: "Wenn wir noch eine einzige Schlacht gegen die Römer gewinnen, sind wir verloren."
Nachdem Archidamos gesehen hatte, dass eine Wurfmaschine damals zum ersten Mal aus Sikelias herbeigebracht worden war schrie er auf: "Bei Herakles, die Tugend des Mannes ist verloren!"
Als Agesilaos noch ein Kind war und als die Gymnopaidia gefeiert wurde, stellte ihn der Regisseur an einen schlecht sichtbaren Platz [von dem aus man schlecht sah]: Der aber gehorchte, obwohl er schon zum König ernannt worden war und sagte: " Recht so! Denn ich werde zeigen, dass nicht die Orte die Männer geschätzt machen, sondern die Männer die Orte zur Schau stellen."
Als irgendeiner lange las und nachdem er am Ende des Buches auf irgendetwas Ungeschriebenes gezeigt hatte, sagte Diogenes: " Seid guten Mutes, ich sehe Land!"
Als ihm irgendeiner den Sohn zur Ausbildung vorstellte, forderte Aristippos 500 Drachmen. Nachdem der aber gesagt hatte: "Für so viel Geld kann ich mir einen Sklaven kaufen!", sagte er: "Kauf dir einen und du wirst zwei haben."
Und nachdem Jesus die Menschenmasse zu sich herbeigerufen hatte, sagte er zu ihnen: "Hört zu und versteht. Nicht das, was in den Mund hineinkommt verunreinigt den Menschen, sondern das, was aus dem Mund herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Die Dinge aber, die aus dem Mund herauskommen, kommen aus dem Herzen und diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen, das Essen mit ungewaschenen Händen aber verunreinigt den Menschen nicht.
Wieder aber redete Pilatus ihnen zu, weil er Jesus freilassen wollte. Sie aber riefen dagegen und sagten: "Kreuzige, Kreuzige ihn!"
Blicke auf den Dienst, den du im Herrn übernommen hast, damit du ihn erfüllst.
Da wir wissen, dass ein Mensch nicht aus den Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus, glauben wir auch an Jesus Christus, damit wir aus Glauben an Christus gerechtfertigt werden und nicht aus Werken des Gesetzes, denn aus Werken des Gesetzes wird kein Fleisch gerechtfertigt werden.
Nachdem aber die Schrift vorgesehen hatte, dass Gott die Heiden aus Glauben gerechtfertigt, hat er Abraham verheißen: "In dir werden alle Völker gesegnet werden".
6, 1, 5, 2, 3, 4 fällt der Würfel.
Sechs Stunden sind für die Mühen völlig hinreichend, die aber gezeigt werden nach ihnen mit Buchstaben sagen den Sterblichen: "Lebe!".
Der Stil des Tempels aber ist zwar dorisch, das äußere aber ist mit Säulen umgeben. Er ist gemacht aus einheimischem Kalkstein. Seine Höhe bis zum Adler beträgt 68 Fuß, seine Länge aber beträgt 230 Fuß. Sein Baumeister aber war der einheimische Libon.
Gesund zu sein ist das Beste für einen sterblichen Mann,
das Zweitbeste ist, dass er schön wird im Hinblick auf seine Gestalt,
das Drittbeste aber ist ohne Betrug reich zu werden und
das Viertbeste mit den Freunden die Jugend zu verbringen.
Herais bittet dich zu essen auf der Hochzeit ihrer Kinder morgen bei ihr zu Hause welcher ist der 5. Tag [=Donnerstag], ab der neunten Stunde.
Ihr Griechen, ich führe euch als Bundesgenossen nicht weil ich Mangel an Männern habe, sondern weil ich glaube, dass ihr tapferer und stärker seid als viele Nichtgriechen, deshalb habe ich euch hinzugeholt. Hoffentlich seid ihr Männer, die würdig der Freiheit sind, die ihr besitzt und für die ich euch für glücklich halte. Wisset nämlich gut, dass ich die Freiheit wählen würde, anstatt aller Dinge, die ich habe. Damit ihr aber auch wisst, in was für einen Kampf ihr zieht, werde ich [es] euch lehren, weil ich es weiß. Denn die Menge ist eine große und wird mit viel Geschrei heranmarschieren. Wenn ihr aber diese Dinge ertragt, glaube ich, dass ich mich auch für die anderen Dinge schämen muss, als welche ihr die in dem Land lebenden Menschen erkennen werdet. Wenn ihr aber richtige Männer seid und wenn mein Unternehmen gut gewesen ist, werde ich bewerkstelligen, dass der von euch, der nach Hause [weg]gehen möchte, [weg]gehen wird als ein bei den Menschen Bewunderter, ich glaube aber es zu bewerkstelligen, dass viele die Dinge [=ein Leben] bei mir wählen anstatt der Dinge zu Hause.
Deutlich ist aber aufgrund des Gesagten auch, dass nicht dies die Aufgabe des Dichters ist über das Geschehene zu berichten, sondern über das, was sein könnte und über das Mögliche gemäß der Wahrscheinlichkeit oder Notwendigkeit. Denn der Historiker und der Dichter unterscheiden sich nicht darin, dass sie entweder im Versmaß oder ohne Versmaß berichten. Es wäre nämlich möglich die Werke des Herodot ins Versmaß zu setzen und sie wären um nichts weniger irgendeine Geschichte mit Versmaß als [irgendeine Geschichte] ohne Versmaß, sondern in diesem liegt der Unterschied, dass der eine über das Geschehene berichtet, der andere aber über das, was geschehen könnte. Deshalb ist die Dichtung sowohl etwas philosophischeres als auch als auch etwas ernsteres als die Geschichte: Die Dichtung erzählt mehr das Allgemeine, die Geschichte aber das Einzelne. Das Allgemeine ist, dass es irgendeinem Menschen widerfährt irgendwelche solche Dinge zu sagen oder zu tun gemäß der Wahrscheinlichkeit oder der Notwendigkeit wonach die Dichtung strebt, obwohl sie Namen gibt: Das Einzelne aber ist das, was Alkibiades tat oder was er erlitt.